Lippe-Blick: Arbeiten im Urlaub (19.07.2008)
Dr. Elisabeth Robens arbeitet als Zahnärztin in Nepal
Lembeck. Arbeiten im Urlaub und das tausende von Kilometern entfernt der Heimat.
Für Dr. Elisabeth Robens nichts Neues. Schon 2006 fuhr die Lembecker Zahnärztin nach Nepal, um dort zu helfen. Ihre Praxishilfen hatten ihr von der Hilfsorganisation „Zahnärzte ohne Grenzen“ berichtet und: „Da sich meine Fähigkeiten auf Kuchenbacken und Zähnebohren beschränken“, wie sie von sich behauptet, bringt Elisabeth Robens ihr zahnärztliches Können in die Organisation ein.
Die Zahnstation im Dallu Hospital von Kathmandu wird vom 19. Juli bis 2. August ihr Arbeitsplatz und zu Hause sein. Das Krankenhaus liegt in Kathmandu selbst, ca. 40 Gehminuten von Thamel, der Touristenhochburg und ca. 5 Gehminuten unterhalb der Swayambhunath-Stupa – dem Affentempel – entfernt, also mitten im Zentrum.
Übernachten wird sie im Krankenhaus. Dort befindet sich ein Gästezimmer mit Dusche und WC und einer kleinen Küche.
„Man darf hier nicht zu pingelig sein, aber auch keine Nahrungsmittel in Bodennähe liegen lassen. Ameisen, Krabbeltiere und Käfer gibt es zuhauf“, sagt sie. „Die Hygienevorschriften dort kann man nicht mit hiesigen vergleichen.“
Große Armut
„Das Land soll wunderschön sein, ich habe nur noch nichts davon gesehen, irgendwann mache ich mal eine kleine Tour“, sagt sie.
„In Nepal herrscht große Armut, aber die Menschen haben sehr viel Stolz. Sie kommen in die Behandlung, nehmen lange Wartezeiten in Kauf und zahlen umgerechnet wenige Cent für den Eingriff. Den Eingriff selbst macht entweder ein Zahnarzt oder der nepalesische Zahnarzthelfer Harry. Harry versteht und spricht Englisch und dolmetscht in Nepali“, erklärt Frau Dr. Robens, die auch hierzulande versucht Spender von Zahngold oder Kollegen zur Hilfe in Nepal zu finden.